ROLF RAINER JAKOBI
PETRA GRUNEWALD
2025 + 2026 Feuchtgebiete trocknen aus - Wälder vertrocknen und verbrennen


Zunahme der Wetter-Extremereignisse
Das Jahr 2025 + 2026 stehen im Zeichen dramatischer Entwicklungen, die uns alle betreffen. Waldbrände von nie dagewesener Wucht verwüsten Südeuropa – Spanien, Griechenland, die Türkei und der Balkan verlieren Millionen Hektar wertvoller Wälder. Ganze Regionen sind in Flammen aufgegangen, Landschaften verbrannt, Lebensräume zerstört. Die Europäische Union zählt über eine Million Hektar Land, die den Feuern zum Opfer gefallen sind – ein Verlust, der Generationen prägen wird.
Doch die Bedrohung bleibt nicht fern. Auch in Deutschland steigt die Waldbrandgefahr von Jahr zu Jahr. Lange Trockenperioden wechseln sich ab mit Starkregen, der inzwischen nahezu jedes Bundesland trifft. Wo das Feuer nicht lodert, zerstören Wasser und Schlamm Häuser, Straßen und Ernten. Auch die Alpen geraten ins Wanken. Der Klimawandel lässt den Permafrost schwinden – das Fundament ganzer Gipfel. Immer häufiger brechen Felsmassen ab, donnern Lawinen, Muren und Erdrutsche in historischem Ausmaß ins Tal. Vertraute Landschaften verändern sich unwiederbringlich, und die Gefahr für Menschen und Infrastruktur wächst stetig.
Besonders betroffen ist die Tier- und Pflanzenwelt. Wälder, Feuchtgebiete und Wiesen – wichtige Rückzugsräume für unzählige Arten – verschwinden oder werden durch extreme Hitze und Dürre geschädigt. Zugvögel finden auf ihren langen Reisen keine Rastplätze mehr, da Flüsse austrocknen und Insektenpopulationen einbrechen. Brutzeiten verschieben sich, manche Vogelarten kommen zu früh oder zu spät in ihre Brutgebiete und verlieren ganze Generationen an Nachwuchs. Auch Wildtiere wie Rehe oder Füchse leiden unter Nahrungsmangel und Wassernot, während Fische in überhitzten Flüssen sterben.
Durch den Klimawandel verändern sich die gesamten Lebensumstände aller Lebewesen auf unserem Planeten – und wir sind ein Teil dieses empfindlichen Netzes. Jede Art, die verschwindet, reißt eine Lücke, die unser Ökosystem schwächt.
Trotz all dieser Warnsignale leben wir weiter, als seien die Folgen des Klimawandels eine ferne Sorge. Wir richten uns im Alltag ein, konsumieren und reisen, als gäbe es kein Morgen. Die Veränderungen sind real, sie geschehen hier und jetzt – und sie betreffen nicht nur uns Menschen, sondern auch die Natur, von der unser Leben abhängt.

iStock

Auch kleine Bäche wie Dilsbach, Semme, Litzelbach, Hirschbach usw. trocknen aus

Sauerstoffmangel lässt Fische verenden, wie 2022 im Reinheimer Teich

Sauerstoffzufuhr am Reinheimer Teich