Der Biber in unseren Naturschutzgebieten

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Zum Bauen von Burgen und Dämmen sowie zur Beschaffung von Nahrung fällen Biber Bäume. Meist sind dies weiche Hölzer (Weiden, Pappeln) mit dünnem Stamm (10 - 30 cm Durchmesser), aber gelegentlich auch Bäume mit größerem Durchmesser. Sie brauchen dann nur entsprechend länger. Während eine 20 cm-Durchmesser-Weide in einer Nacht gefällt werden kann, braucht es für eine 50 cm-Buche schon mal mehrere Monate. Es gibt bis zu 60 Baumarten, die von Bibern gefällt werden, wobei sie Laubbäume bevorzugen. In kleineren Gewässern werden mit Ästen und Baumstämmen Biberdämme gebaut, um den Wasserstand zu erhöhen.

 

Biber bauen an kleineren Gewässern Dämme um Wasserstände zu erhöhen und so die Umgebung "biber-gerecht" zu gestalten. Dann liegen die Eingänge zu ihren Bauen unter Wasser und es können sich sogenannte Biberteiche bilden. Als guter Schwimmer nutzt der Biber diese, um Nahrung und Baumaterial zu transportieren und auch neue Kanäle in den angrenzenden Flächen anzulegen. Als "Fußgänger" ist er möglichst wenig unter-wegs. Das alte Revier, der ehemalige Biberteich, entwickelt sich dann oft über die folgenden Jahre als Verlandungsprozess zu einer Biberwiese, die mit ihren speziellen Bedingungen (frisch entstanden, latente Bodenfeuchte) einen besonders artenereichen Biotop-Typ mit zahlreichen Blütenpflanzen darstellt - von der Natur als Normalzustand vorgesehen, ohne den Biber aber ein verlorenes Paradies und aus unserem Bewusstsein verschwunden. Da dieser Prozess sich über Jahrzehnte erstrecken kann, beginnen wir erst jetzt allmählich zu erkennen, was wir in der Vergangenheit verloren haben.       Text: BUND NRW                                                                                                                                                 

Biber mod 1.jpg

Biber im Maisfeld. Video.

BIBERDAMM

BIBERBAU

BIBERBÄUME

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